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Band-Photo II: (ver)störende Perspektive

Die meisten Bands leben neben ihrer Musik auch vom Klischee: An bestimmten Attributen ist oft schon auf den ersten Blick der Stil erkennbar. Der Betrachter will sich natürlich auf dem Bild mit seinen Vorlieben identifizieren können. Metal-Bands sind da einigermaßen klar zu erkennen, meistens bereits am unmissverständlichen Dresscode.

Schwarzes T-Shirt, grimmiger Blick und, ganz klar: Headbanger-Matten. Was also tun mit dem Band-Mitglied, das absolut heraussticht?! Ganz klar: deutlich herausstellen. Ich habe es mit einem Kniff versucht. Ich habe bei dem Band-Photo den kurzhaarigen Gitarristen nicht nur nach vorn gestellt, sondern ihn so positioniert, dass er die Sehgewohnheiten deutlich stört: Er geht stark in die Knie, hält den Kopf leicht schräg und ist tritt sogar deutlich aus der Schärfe heraus, damit der Blick auf das zweite Bandenmitglied weitergeführt wird; auf den eigentlichen Sänger.

Dennoch ist der kurzhaarige Gitarrist der eigentliche Eye-Catcher. Aufgrund des runden, „nackten“ Kopfes und den deutlich sichtbaren Augen ist er ein guter Einstieg ins Bild. Den Hintergrund habe ich mit einer groben, stark rissigen Struktur angereichert, um die Dezibel-Potenz der Combo noch etwas stärker zu unterstreichen. Was wiederum das Klischee abrundet.

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