Portrait mit hartem Sonnenlicht im Wald
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Outdoor-Portrait im Diven-Look

Glamour-Licht ist der gängige Name. Ich würde die eine Variante mal „Doris-Day-Licht“ nennen. Glamour-Licht gibt immer einen Diven-Look: Das Model sieht aus wie ein Hollywood-Star. Diven-Look geht hart, der geht auch weich. Doris Day war eine amerikanische Komödien-Diva der Fünfziger und Sechziger, und da drängt sich ein weicher Look auf; obwohl Glamour-Licht echt knackig aussieht, aber einfach herzustellen ist.

Im Fall von meinem Model ging das sogar draußen im Wald. Das Setting war bestimmt von Sommer-Sonnenlicht am späten Sonntagvormittag. Als zusätzliche Lichtquelle stand ein Kompaktblitz auf einem Stativ im Hintergrund. Der Doris-Day-Effekt ergibt sich durch die Kombination aus Beleuchtung und Pose, beziehungsweise Mimik. Das Model blickt verträumt direkt in die Lichtquelle; in diesem Fall die Sonne. Das gibt knallhartes Licht, das aber in so einem flachen Winkel auftrifft, dass die Schatten gleichermaßen kontraststark sind, aber eben auch durchzeichnet. Und aufgrund des flachen Winkels des Lichts bleibt die Haut einigermaßen zart.

Das „Spitzlicht“ sitzt hinter dem Model so zentral, dass der gesamte Hinterkopf von Licht umspielt wird und sich zum Strahlen des Lächelns addiert; der romantische, glamouröse Charakter wird dadurch stark betont, dass das Licht der Corona viel prominenter im Bild wirkt als das Licht von vorn. Aber den unwirtlichen, künstlichen Look erhält das Bild durch die offene Blende.

Einerseits ist das Gesicht durchgehend scharf, andererseits verschwimmt der Hintergrund, so dass die Augen und der Mund das Bild dominieren. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck des Bildes sehr weich und weiblich – eben das ist die Kombination, mit der weibliche Filmstars abgelichtet werden.

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