Portrait Sommersprossen mit hartem Licht
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Sommersprossen: Punkt für Punkt einzigartig

Sommersprossen im Portrait mit weichem Licht.Kaum ein sommersprossiger Mensch, der sich über seine Individualität so richtig freut. Ganz im Gegensatz zu mir. Ich steh total auf Sommersprossen; weil sie diese Menschen eben zu etwas Außergewöhnlichem machen. Die Haut ist der Nerzmantel eines Menschen, und alles mittels Make-Up oder Photoshop glattzubügeln, ist ein stilistisches Schwerverbrechen. Sommersprossen machen jeden Menschen zu einer absoluten Einzigartigkeit. Und die verdient es, so offensiv wie möglich festgehalten zu werden.

Sommersprossen knallen aus dem Bild heraus, wenn der Rot-Anteil im Bild erhöht wird. In der analogen Zeit ging das über einen Grün-Filter, der die Komplementärfarben des Rots zurücknahm. Digital geht das komfortabler durch Überhöhung der Rot-Anteile und Betonung der Kontraste.

Zwei Arten von Beleuchtungen sind möglich. Hart oder weich. Beide Beleuchtungsarten bringen Sommersprossen nach vorn. Grundsätzlich wird der Eindruck des Bildes vom Hintergrund bestimmt: Vor einem hellen beziehungsweise weißen Hintergrund sieht Haut immer etwas dunkler aus, damit natürlich auch alle Merkmale der Haut. Hier wäre eine übertriebene Betonung der Sommersprossen kontraproduktiv; zumal das weiche Bild mit einer Softbox aufgenommen wurde.

Anders mit einem dunklen bis schwarzen Ambiente. Mit hartem Licht, beispielsweise einem normalen Reflektor inklusive Wabe sehen die Schatten tiefschwarz aus, und insofern müssen auch die Sommersprossen herausstechen. Die Haut wird dann zu einem Pergament – Punkt für Punkt Unverwechselbarkeit. So etwas hat lange nicht jeder.

Sabine Pick, Business-Consultant
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Business: japanisch, spartanisch, gut

Sabine Pick, Business-Consultant aus Hamburg, portraitiert in einer Mode-Boutique.Business-Photographie ist nur so gut wie sie das Business des Kunden richtig abbildet. Ein schöner Auftrag kam da von einer Hamburger Geschäftsfrau, die stark auf dem asiatischen Markt vertreten ist und sehr intensiv rund um das Thema Mode arbeitet. Wichtig war also Understatement.

Von vornherein hatten wir die Bilder schwarz-weiß angedacht. Im Geschäftsleben gibt Schwarz-Weiß immer noch die besondere Note, wirkt eine Ecke edler. Außerdem war die Büro-Atmosphäre ohnehin eher monochrom gehalten. Die japanischen Schriftzeichen an der Wand gaben einen belebt-interessanten und dennoch ruhigen Hintergrund ab. Der einsame Apfel auf dem Tisch, die schlichte Kleidung, alles hatten wir sorgfältig auf ein Ziel hin komponiert: selbstbewusste Sachlichkeit demonstrieren, ohne mit irgendwelchem Schnick oder Schnack Eindruck schinden zu wollen.

Als Beleuchtung diente lediglich eine 60×60 Zentimeter Softbox. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass die angestrebte Botschaft klarer wird, je weniger Aufwand betrieben wird. Im Übrigen habe ich das Photo mit einer 7×6-Mittelformatkamera geschossen. Ich wollte auch durch die Wahl der Kamera von mehr Ruhe in die Aufnahme bringen.

Genau so haben wir es mit der alternativen Szene gemacht: eine Aufnahme in einer Boutique. Wir wollten die gleiche reduzierte Sachlichkeit außerhalb der Büro-Welt darstellen. Auch hier wieder eine Lichtquelle und schlichte Eleganz durch ein rein-weißes Outfit. Die Kundin jedenfalls fühlte sich richtig gut getroffen und auch gegenüber ihren Kunden treffend dargestellt.

Trommler mit wirbelnden Stöcken
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Musiker-Portrait: den Beat knipsen

Das wisst Ihr selbst: Es gibt zig-mal mehr geile Bilder von Gitarristen als von Trommlern. Schlagzeuger sind schließlich dauernd im Halbdunkel versteckt zwischen ihren Kesseln und Becken. Die wissen schon, warum sie auf der Bühne hinten herumwerkeln und partout nicht ins Rampenlicht wollen. Und eigentlich haben sie auch nie wirklich irgendwas in den Fingern, über das man fachsimpeln könnte; eine Mörder-Klampfe beispielsweise. Wie mache ich nun also vom Trommler ein Photo, auf dem er nicht verloren und etwas deplatziert aussieht, sondern nach einem kernigen Musiker?

Kommt natürlich immer auf den Typen an. Mancher Drummer ist halt grundsätzlich ein wenig zurückhaltend – weil er ja eher keine Rampensau ist und dafür eben von Herzen gern ein Hinterbänkler. Gibt aber auch andere – wäre auch sonst langweilig. Ich hatte jüngst einen ausgesprochen lockeren Typen vor der Linse. Den habe ich einfach auf einen Hocker gesetzt und ihn auf seinem Knie trommeln lassen. Ich wollte vor möglichst neutralem beziehungsweise kontrastierenden Hintergrund seine Sticks durchs Bild wischen lassen.

Die Schwierigkeit daran war, zwar eine lange Verschlusszeit nutzen zu müssen, aber eben zu vermeiden, dass die Eigenbewegung des Schlagzeugers ebenfalls als Unschärfe ins Bild tritt. Der Ausschuss an Bildern war ziemlich amtlich. Die Verschlusszeit wird bei minimal 1/30 Sekunde liegen; eher (weit) darüber. Kommt aber letztlich darauf an, was für einen Beat Euer Drummer im Blut hat.

Rena Heinz U-Turn
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Rock-Portrait: Leder, Rotz und harter Schatten

Jeder versucht ja irgendwie die Bilder hinzubekommen, die einen selbst mal geprägt oder beeindruckt haben. Genau so erging es mir bei einem Auftrag für den Auftritt für die Hamburger Cover-Combo No-U-Turn. Für ein Konzert sollte ein Plakat her. Schwierigkeit dabei: Die Band war total unbekannt in der Stadt. Das Plakat musste also für Aufmerksamkeit sorgen. Nach einem kurzen Blick auf Youtube war die Richtung dann klar. Der Hingucker der Band ist die Sängerin.

Mich erinnerte ihr Auftreten an Alannah Myles, die 1989 mit ihrem Album „Black Velvet“ die Szene mal kurz gerockt hat. Hier nachhören. Kulturkritiker haben sie als „Lack- und Lederschlampe“ abgekanzelt. Mir wäre die Bezeichnung zu derb, aber härterer Rock hat halt bestimmte Attribute, die auch „meine“ Sängerin in ihrer Bühnen-Öffentlichkeit pflegt: Leder-Hose, ein grobes Schiesser-Top, Lederjacke, silbrige Klimper-Ketten, roter Lippenstift. Photographisch war der Kurs glasklar.

Ein 90 Zentimeter großes Striplight reichte, um den harten Schatten zu werfen. Ich brauchte mein Modell dafür lediglich an der Wand lehnen zu lassen. Dazu reichte dann auch die Mittagspause im Büro eines Hamburger Verlags, in dem mein Modell in der Verwaltung arbeitet. Natürlich hätte ich mir das Setting sehr viel stylisher gewünscht. Allerdings war der Auftrag ein Low-Budget-Projekt und für das Plakat machte der original weiße Hintergrund sogar eine ganz gute Figur. Auch die Visagistin haben wir uns gespart und dadurch sogar viel gewonnen: Die leicht glänzende Haut sah ein wenig aus wie direkt nach einem schweißtreibenden Live-Auftritt. Gibt dem Ganzen etwas Rotz und dadurch Authentizität.

Für eine spätere Verwendung habe ich einen anderen Hintergrund hineingepinselt. Der schäbige Look der Mauer passt gut zum Leder.

Girlie-Portrait mit Corsage
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Girly-Portrait: Kurven zeigen

Girly-Portrait: Wallende Haare sind sexy.Was macht ein gutes Portrait aus? Dass es weniger den Menschen abbildet, als dass es den Charakter zeigt. Also, dass wir uns als Betrachter eine Vorstellung davon machen können, wasdiesen Menschen umtreibt. Junge Menschen entdecken vornehmlich ihre Körper, spielen mit ihrer Sexualität; gilt für junge Frauen genauso wie für junge Männer. Nur sind die Posen unterschiedlich.

Die Spannung zieht dieses „Girly-Portrait“ aus drei Chaakteristika, die allesamt typische Sehgewohnheiten von einer Frau bedienen: dem rückwärtig verschobenen Becken, dem exponierten Décolleté und dem devot zur Seite geneigten und gleichzeitig leicht gesenkten Kopf. So „anbietend“ und gleichzeitig gekünstelt keusch sehen Männer Frauen grundsätzlich gern.

Kurven herauszuarbeiten, ist also das typische Mittel, um in einem Photo Weiblichkeit abzubilden. Eine weitere Komponente, um Jugendlichkeit und Vitalität zu betonen, sind Haare. Ich habe Ayleen einfach ein paar Mal ihre Haare hochwirbeln lassen. Der leicht nach hinten geworfene Kopf unterstreicht sogar das Selbstbewusstsein, das junge Frauen so spannend macht.

Portrait mit Stuhl
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Portrait: Sitz mal anders

Portrait mit StuhlDie Wirkung von Portraits hängt immer davon ab, wie sehr sich der Portraitierte einlässt, wie sehr sie oder er mit der Kamera flirten. Oft sehen Portraits einfach steif aus, weil sich die Menschen vor der Kamera unwohl fühlen. Oder sie glauben, der Photograph habe eine bestimmte Erwartung an sie. Insofern wird eine Aufnahme manch-mal schwierig, wenn das Modell einfach nur so dasteht. Ungemein entspannt könnte die Aufnahme-Situation werden, wenn dem Modell ein „Accessoire“ zur Seite gestellt wird. Ein Stuhl wird da mitunter wahre Wunder wirken. Oder eine Sitzgelegenheit allgemein. Eine Kiste tut’s da auch sehr gut.

Sitzen kann allerdings auch ein fürchterlich langweiliges Bild ergeben. Insofern ist auch hier eine Alternative wünschenswert beziehungsweise dringend geboten. Mein Modell Kristin hat einfach mil dem Stuhl beziehungsweise mit dem Barhocker gespielt und ihn so ganz spannend ins Portrait mit einbezogen.

Johanna Beckurts-Othmer, Geschäftsführerin Niku Nienburg
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Business: ausnahmsweise Farbe satt

Grundsätzlich reichen mir für ein gutes Bild die Farben Schwarz und Weiß mit wenigen Schattierungen. Für einen Kunden bin ich allerdings den gegenteiligen Weg gegangen: ein Business-Portrait mit fast übertrieben satten Farben. Warum? Das Bild gehört zu einem Flyer, den ich für einen Kunden zu einem arbeitsmarktpolitischen Thema zu erstellen hatte. Richtig vermutet, das Thema an sich ist etwas trocken. Insofern bot sich an, die Frische der Farben möglichst stark aufzudrehen, um den Text zu würzen.

Außerdem war Rosa beziehungsweise Magenta die Farbe, die sowieso dem ganzen Flyer Vitalität geben sollte. Dass die Portraitierte einen rosa Blazer getragen hat, war eher Zufall. Den ich mir aber durch die Betonung zunutze gemacht habe. Da die Grundfarbe des Flyers Blau ist, habe ich auch das natürliche Blau der Augen nochmals verstärkt. Einfach ein dem natürlichen Blau der Augen ähnliches Blau in einer Ebene darüber malen und mit einer ganz geringen Deckkraft ins Gesicht hinein multiplizieren – fertig ist der Effekt. Für den einen speziellen Kunden die absolut richtige Botschaft.

Variationen von Lichtreflexen auf den Augen
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Stilfrage: Reflexe in den Augen

Lernen heißt, richtig von falsch unterscheiden zu können. Ausgelernt habt Ihr, wenn ihr für Eure Arbeiten richtig und falsch selbst definiert, dann habt Ihr Euren Stil gefunden. Stil, zumal wenn er unverwechselbar oder einzigartig ist, stellt in künstlerischen Arbeiten das maßgebliche Kriterium dar. Eingeschränkt wird das etwas durch die Notwendigkeit Geld zu verdienen: In ökonomischer Hinsicht braucht Ihr Kunden, die Eurem Stil folgen. Andersherum: Wenn Euer Stil einschlägt, habt Ihr gewonnen. Also, traut Euch was.

Stephan Wiener bietet auf youtube eine ganze Menge wertvolles Wissen zur Photographie. Eine seiner Herangehensweisen ist für mich aber ein No-Go: doppelte Reflexe in den Augen. Er sagt, das sei seine Handschrift. Das ist okay, wie ihr auf dem Beispielbild oben seht, habe ich das  auch mal gemacht. Das war aber zum Anfang meiner Studio-Arbeit, und ich wusste es nicht besser.

Mittlerweile halte ich das persönlich für einen krassen Fehler, aber auch ich habe eine Marotte, die Stephan Wiesner wiederum absolut ablehnen würde. Ich habe inzwischen immer wieder festgestellt, dass mit einer künstlichen Quelle, so klein die auch sein mag, genügend Licht vorhanden ist, um ein Gesicht entweder charaktervoll oder weich zu modellieren. Insofern ist eine zweite Lichtquelle, also ein weiterer Reflex in den Augen absolut unnötig. Ich halte das sogar für einen handwerklichen Fehler. Meiner Ansicht nach widerspricht das nämlich den natürlichen Gegebenheiten. Unsere klassische Beleuchtung ist die Sonne, die grundsätzlich von schräg oben kommt. Wenn wir an einem Sonnentag einem Menschen ins Gesicht schauen, spiegelt sich dort immer der Himmel. Oder in einem Raum die Beleuchtung, die an der Decke hängt. Deswegen sollte sich das auch in der Photographie wiederfinden, meine ich.

Aber zurück zu meinem handwerklichen Fehler. Wie die meisten modernen Photographen photographiere ich Portraits fast ausschließlich mit offener Blende, also in der Regel mit maximal F2. Wenn sich also das Modell, wie das eigentlich sei sollte, leicht schräg zur Aufnahme-Achse positioniert, liegt ein Auge außerhalb der Schärfentiefe-Ebene. Das heißt: entweder abblenden oder ein unscharfes Auge in Kauf nehmen. Genau das mache ich.

Auch das begründet sich meiner Ansicht nach mit den menschlichen Sehgewohnheiten: Wenn wir einen Menschen anschauen, sehen wir selbstverständlich das gesamte Gesicht. Aber habt Ihr schon mal festgestellt, dass Ihr einem Menschen, der sehr dicht vor Euch steht, entweder fokussiert auf den Mund schauen könnt oder in die Augen?! Und wenn Ihr dem Menschen in die Augen schaut, dann auch eher in eines anstatt exakt fokussiert in beide, oder? Deshalb halte ich eine leichte Unschärfe des zweiten Auges für absolut akzeptabel. Und, im Rahmen, sogar für empfehlenswert.

Allerdings ist dabei folgendes zu beachten: Das scharfe Auge sollte das vordere sein, auf das ich in der realen Situation auch schauen würde. Darüber hinaus sollte das scharfe Auge auch hell genug sein. Der Mensch schaut immer ins Licht, insofern würde der Blick auf das unscharfe Auge gezogen werden, würde das sehr viel heller sein, als das scharfe.

Im Grunde fällt das aber bei einem geringen Abbildungsmaßstab auch gar nicht großartig auf. Probiert also einfach mal aus, was Euch letztendlich besser gefällt.

Portrait von Linda Joan Berg – im Stil von Maria Callas
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Klassik-Portrait: dezent selbstbewusst

Die weite Welt der klassischen Musik habe ich noch vor mir. Die Frage war also: Wie bringe ich eine Künstlerin aus diesem Genre aufs Bild, um die Sehgewohnheiten der Betrachter zu bedienen? Gefragt ist hier beispielsweise die Meinung von Agenten, die die Künstlerin vertreten oder die Verantwortlichen für die Besetzung von Rollen. Um ein Engagement zu bekommen, muss auf dem Bild der Typ überzeugen.

Opern-Sängerin Linda Joan Berg aus Hamburg.

Opern-Sängerin Linda Joan Berg aus Hamburg.

Was weiß ich von Klassik, woran kann ich mich orientieren? Für die Künstlerin Linda Joan Berg aus Hamburg fiel mir nur die Nähe zu Maria Callas ein. Die Internet-Recherche offenbarte mir, dass die Opern-Diva grundsätzlich mit hartem Licht photographiert wurde. Da mir die Callas auch sehr kühl vorkam und ich meine Künstlerin ebenfalls als ein wenig divenhaft in ihrem Verhalten wahrnahm, empfand ich den Vergleich der beiden Frauen passend und entschied mich ebenfalls für ein hartes Licht. Im Übrigen meine ich „divenhaft“ jetzt nicht despektierlich; aber Linda Joan geht sehr in ihrer Profession auf, sie präsentiert sich mir so, wie ich mir einen Opern-Star eben so vorstelle.

Insofern wollte ich auch einen harten Schatten, um eben ein Schmeichel-Licht unbedingt zu vermeiden und ganz klar Position zu beziehen: Die Künstlerin überzeugt durch ihren Charakter und darf selbstbewusst auftreten. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass das Bild gefällig wirkt.

Als ideale Ergänzung dazu machten wir noch Aufnahmen, die die Künstlerin in all ihrer Vitalität und Lebensfreude zeigen. Singen hat auf jeden Fall etwas Kraftvolles, Weltumspannendes. Trotzdem blieben wir mit dem schlichten schwarzen Kleid und dem Kontrast zum weißen Hintergrund dezent, um den Typ nochmals zu betonen und die Ablenkung durch eine stilvolle Umgebung zu umgehen.

Cooler Drummer beim Photographieren
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Musiker-Portraits: Cooler Drummer

Der Flop zeichnete sich schnell ab: „Dedel“ fehlte. Handy war auch ausgeschaltet. Ansonsten war die Band „No U-Turn“ pünktlich angetreten. Portraits sollten gemacht werden sowie ein Band-Photo. Diese Termine sind immer etwas anstrengend, denn vier bis fünf Leute terminlich unter einen Hut zu bekommen, ist immer ein ambitioniertes Vorhaben. Zumal mindestens einer immer früher weg muss und insofern schnell Hektik aufkommt.

Oder Hektik kommt auf, wenn einer weg bleibt. So, wie „Dedel“. Dann kam er aber doch. Und überraschte alle. Natürlich hatte er seine Requisiten vergessen, seine Sticks. Das war die erste Überraschung. Glücklicherweise fand sich im Band-Equipment noch ein Flaschenöffner in Form eines Sticks, den er sich in die Brusttasche steckte. Eine Verbindung zu seinem Instrument war perfekt und ganz einfach hergestellt. Die zweite Überraschung war allerdings, dass er offenbar ein durch und durch tiefenentspannter Typ ist: Jedenfalls zog er sich in Nullkommanix sein Bühnen-Outfit an und stellte sich vor den Hintergrund.

Im Prinzip brauchten wir nur zehn Schüsse, um eine locker-flockige Pose festzuhalten. Die anderen Band-Mitglieder taten sich deutlich schwerer. So schnell kann’s also auch gehen.